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Astrologie-Praxis

Helmut Aden
Dr.-Reil-Weg 1
26789 Leer

0491 / 66828

Was ist Astrologie ?

 

Astrologie ist die Wissenschaft von der Struktur und der Dynamik der geistigen Welt und deren Widerspiegelungen in der materiellen Welt. Somit ist Astrologie keine Naturwissenschaft im klassischen Sinne, sondern eine Geisteswissenschaft wie Philosophie, Kunstgeschichte, Literatur-, Kulturwissenschaft etc. Geisteswissenschaft ist Astrologie sogar im wahrsten Sinne des Wortes, setzt sie doch die Existenz einer eigenständigen, transzendenten, metaphysischen Ebene voraus, die nicht als Funktion der materiellen Welt zu verstehen ist, wie es heute weit verbreitet ist. Die materielle Welt wird als Verdichtung der geistigen Welt angesehen und spiegelt somit die Zustände der geistigen Welt wider. Diese Sichtweise geht auf eine alte Tradition zurück. Die legendäre Gestalt des Hermes Trismegistos aus dem antiken Ägypten verfasste einen Text, der heute als „Tabula Smaragdina“ bekannt ist. Dort heißt es u.a.:

 

 „Das was oben ist, ist wie das, was unten ist,

und das was unten ist, ist wie das, was oben ist“

 

Diese Textpassage könnte man als das Grundgesetz der Astrologie bezeichnen. Sie drückt das Analogieprinzip aus, d. h. dass alles, was im Himmel (Makrokosmos) beobachtet werden kann, seine Entsprechung (Analogie) im Irdischen und im Menschlichen hat ( Mikrokosmos ). Die am Himmel sichtbaren „Zeichen“ sind somit nicht als Ursache im kausalen Sinne für die irdischen Ereignisse zu sehen. Es geht von den kosmischen Faktoren (Sterne, Planeten ) keine Kraft, Strahlung oder sonst wie gearteter Einfluss aus. Genauso wenig wie von einer Uhr ein Einfluss auf die Zeit ausgeht, oder von einem Thermometer ein Einfluss auf die Temperatur ausgeht, sie zeigen nur die jeweiligen quantitativen Zustände an. Die Konstellationen der Himmelskörper dagegen zeigen qualitative Zustände an, also die Qualität der Zeit (griech. „Kairos“) zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Schweizer Psychoanalytiker C. G. Jung beschrieb solche Phänomene als "Synchronizitäten". Diese bezeichnen gleichzeitige ( synchrone ) Ereignisse unterschiedlicher Art, die aber in einem sinngemäßen Zusammenhang stehen, ohne ursächlich irgendetwas miteinander zu tun zu haben. Dies bezieht sich sowohl auf die Widerspiegelung kosmischer Zeichen am Himmel im irdischen Geschehen, als auch auf gleichzeitige Ereignisse allein auf der irdischen Ebene. Diese Ereignisse sind also Ausdruck der jeweiligen Zeitqualität. Bekannt ist dieses Phänomen auch als Omen oder Vorahnungen. Der britische Biologieprofessor Rupert Sheldrake spricht in diesem Sinne von „morphischen Feldern“. Die Manifestation der Zeitqualität bildet auch die Grundlage der divinatorischen Techniken, wie Tarot, Runen etc. Die Zeitqualität drückt sich häufig darin aus, dass gleichartige Ereignisse zu bestimmten Zeiten gehäuft auftreten. Wissenschaftler sprechen dann von dem aus ihrer Sicht nicht erklärbaren „Gesetz der Serie“ nach dem gleichnamigen Buch des österreichischen Biologen Paul Kammerer. Beispielsweise treten Flugzeugabstürze, Busunfälle, Erdbeben etc. häufig in solchen Serien auf. Die Astrologie stellt den heutigen, eher rational und naturwissenschaftlich denkenden Menschen vor ein erkenntnistheoretisches Problem, sind doch die Erklärungsmodelle der Astrologie mit dem seit der Zeit der Aufklärung vorherrschenden materialistischem Weltbild nicht vereinbar. Wir sind ja heute gewohnt, kausal, d.h. in Ursache- Wirkungszusammenhängen zu denken. Der führende Philosoph der Aufklärung, Immanuel Kant, sprach diesbezüglich von den Grenzen der Erkenntnis, die es angeblich dem Menschen verunmöglichen über eine transzendente, metaphysische Welt etwas wissen zu können. Er schloss allerdings die Existenz einer solchen Welt nicht aus. Nun muss man sich mit diesen Erkenntnisgrenzen nicht zufrieden geben, stellen sie doch lediglich den philosophischen Ausdruck des Zeitgeistes der Aufklärung dar. Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, hat deutlich aufgezeigt, dass Erkenntnisse der geistigen Welt durchaus möglich sind. Auch die Ergebnisse der modernen Hirnforschung zeigen, dass die intellektuellen, auf die sinnlichen Erkenntnisse ausgerichteten Hirnfunktionen, lediglich eine Seite der möglichen Funktionen ausmachen. Diese Funktionen sind der linken Gehirnhälfte zugeordnet. Die rechte Gehirnhälfte dagegen beherbergt die assoziativen, analogen Funktionen. Gerade diese sind es, die für das Verständnis u.a. der Astrologie notwendig sind. Übrigens meinte Einstein genau dies, als er sagte, dass die Menschen heutzutage nur einen geringen Teil ihrer Gehirnkapazität nutzen. Auch die moderne Physik hat die Grundlagen der klassischen Physik, die auf Newton zurückgeht, längst in Frage gestellt. Relativitätstheorie, Quantenphysik, die Heisenbergsche Unschärferelation und die Gesetze des atomaren Zerfalls sind mit dem Kausalitätsmodell nicht mehr erklärbar. Dazu der Physiker Max Planck:

 

„Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!“

 

Wie die Geschichte beweist, ändern sich Weltanschauungen zeitweise grundlegend, ja oftmals sprunghaft in relativ kurzen Zeiträumen. Der amerikanische Wissenschaftsphilosoph Thomas Kuhn bezeichnete dies als Paradigmenwechsel. Ähnlich stellte dies der Kulturphilosoph Jean Gebser dar. In seinem Strukturmodell der Bewusstseinsentwicklung sprach er von der magischen, mythologischen, mentalen und integralen Bewusstseinsstruktur. Der in einer Epoche jeweilig vorherrschende Zeitgeist ist i.d.R.davon überzeugt, nun endlich den „Stein der Weisen“ gefunden zu haben. Das gilt auch für das heutige, naturwissenschaftliche Weltbild. Allein die Tatsache, dass dieses Weltbild die Menschheit, ja die ganze Erde an den Rand eines Abgrundes geführt hat, zeigt, dass mit diesem Weltbild etwas nicht stimmen kann. Auch wenn viele Menschen sich sträuben, ihre anerzogenen Denkgewohnheiten aufzugeben, ja diese teilweise sogar dogmatisch und mit missionarischem Eifer verteidigen, so ist die Menschheit heute doch vor die Aufgabe gestellt, in der Bewusstseinsentwicklung einen großen Schritt voranzugehen. Dies heißt nicht, zu alten Sichtweisen zurückzukehren (Regression) und schon gar nicht, die Erkenntnisse und Errungenschaften der Naturwissenschaften über Bord zu werfen. Worum es gehen muss, ist die Erweiterung des Bewusstseins auch auf die andere Seite der Wirklichkeit, die über das Materielle, mit den Sinnen zu fassende, hinausgeht und zu einer Synthese von Wissenschaft und Spiritualität, bzw. Religion zu kommen. Diese andere Seite der Wirklichkeit existiert und „wirkt“ auch, wenn wir davon kein Bewusstsein haben. Die Inhalte der unbewussten Suche manifestieren sich dann als Schattenthemen, als „Sucht“ i. w. S. des Wortes, wie Drogensucht, Spielsucht, Konsumsucht, als Krankheit (Depression), oder als Hinwendung an eine virtuelle, nicht irdisch-wirkliche Welt, z.B. TV, Internet, Second-Life, Fantasy etc. Um auf die dem Menschen innewohnende Suche nach einer höheren, übersinnlichen Wirklichkeit Antworten zu finden, kann die Astrologie einen wesentlichen Beitrag liefern. Bietet doch die Astrologie die Möglichkeit, mit wissenschaftlicher Methodik Forschungen über die geistigen Zusammenhänge der Entwicklungen auf der Erde und im Leben der Menschen anzustellen. Die Erkenntnis solcher Zusammenhänge vermittelt dem Einzelnen die Gewissheit, in größere, kosmische Gesetzmäßigkeiten eingebunden zu sein.

 

 Helmut Aden

 

 Hier gibt es noch ein informatives Youtube-Video vom Schweizer Astrologenbund (SAB) zur Astrologie:

https://www.youtube.com/watch?v=UBA8VRykClA