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Astrologie-Praxis

Helmut Aden
Dr.-Reil-Weg 1
26789 Leer

0491 / 66828

Die Geschichte der Astrologie

Die Erforschung des Sternenhimmels ist so alt wie die Menschheit. Der Antrieb dazu lag nicht nur in astronomischer Neugierde oder in der Absicht, die Aussaattermine für die Landwirtschaft zu bestimmen, wie uns die Archäologie glauben machen will. Besonders aus astrologischer Perspektive war die Erforschung des Sternhimmels in allen Hochkulturen besonders wichtig. Schließlich war in alten Zeiten der Zusammenhang des irdischen Geschehens mit den Zeichen am Himmel völlig selbstverständlich. Die fortschreitende Weiterentwicklung der menschlichen Zivilisation und die heutigen technischen Möglichkeiten haben auch vor der Astrologie nicht Halt gemacht, so dass diese Wissenschaft, und als solche ist die Astrologie zu bezeichnen, heute mit modernen Methoden und zeitgemäßem Verständnis betrieben werden kann.

In prähistorischer Zeit

Die ersten Spuren astrologischer Darstellungen reichen zurück in die Altsteinzeit. Die 17.000 Jahre alten Höhlenmalereien von Lascaux in Südfrankreich stimmen mit dem Sternhimmel überein, wie Forschungen bestätigt haben. Auch die Megalith-Bauten von Stonehenge (5000 Jahre alt) und Carnac waren auf den Sternhimmel ausgerichtet. Mit ihrer Hilfe waren damals schon exakte Berechnungen der Planetenbahnen  möglich, z.B. auch die Bestimmung von Finsternissen. Auf eine intensive Beobachtung des Sternenhimmels weisen auch die Externsteine im Teutoburger Wald, sowie die 3600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra, die vor einigen Jahren in Sachsen-Anhalt gefunden wurde. Die Pyramiden in Ägypten und Mittelamerika sind ebenfalls auf den Sternhimmel ausgerichtet und bergen vielfache Astralsymbolik. Die Wiege der heutigen, systematischen Astrologie findet sich im babylonischen Raum im ersten und zweiten Jahrtausend vor Christus. Die beobachteten Zusammenhänge irdischer Ereignisse mit Sternkonstellationen wurden auf tausenden Tontafeln in Keilschrift überliefert. Das Sternwissen der Babylonier fand Verbreitung in den anderen Hochkulturen, z.B. in Indien und Ägypten.

Die Antike

So gelangte die Astrologie im 3. Jh. vor Christus nach Griechenland, wo sie eine bedeutende Weiterentwicklung erfuhr und zum Gegenstand philosophischer Betrachtungen wurde. An Pythagoras, Plato, Aristoteles und Empedokles, der die 4-Elemente-Lehre formulierte, sei hier erinnert, sowie an den berühmten  Arzt Hippokrates. Das Römische Reich übernahm die  Astrologie  von den Griechen und brachte sie zu einer neuen Blüte, v.a. in der Aristokratie. Hier machten sich aber auch erste Verfallserscheinungen der Sternenweisheit bemerkbar.

In christlicher Zeit

Mit der Ausbreitung des Christentums im römischen Reich wurde die Astrologie zunehmend zurückgedrängt und von der Kirche bekämpft, dennoch wurde sie gerade auch von Geistlichen angewendet. Eine neuerliche Blütezeit erfuhr die Astrologie im Mittelalter in der  islamischen Hochkultur. Die Kreuzritter brachten astrologisches Wissen vom 11. bis zum 13. Jh. aus dem Orient mit nach Europa , zum anderen fand dieses Wissen den Weg vom damals islamischen Spanien nach Frankreich und England.
Besonders gefördert wurde die Astrologie von den Medici während der Renaissance in Italien.

Die Aufklärung

Mit den Wegbereitern der Aufklärung Kopernikus, Galilei und Kepler setzte die Trennung von Astronomie und Astrologie ein, letztere verlor zunehmend an Bedeutung, da sie mit dem rationalen Denken nicht vereinbar schien. Durch die Kolonialisierung kam spirituelles Wissen aus der indischen Kultur im 19. Jh. nach England, was zur Gründung der theosophischen Gesellschaft führte, aus der 1913 die Anthroposophie hervorging. U.a. dadurch kam es zu einer Wiederbelebung der Astrologie in Europa. Die 20er Jahre waren auch für die Astrologie eine fruchtbare Zeit, doch Weltwirtschaftskrise und aufkommender Totalitarismus in Deutschland drängten sie wieder zurück.

Die Moderne

Die wilden 60er Jahre brachten einen neuen, mächtigen Aufschwung der Sternkunde, v.a. in den USA. Seitdem ist die moderne westliche Astrologie eng mit der Psychologie verbunden, besonders die analytische Psychologie von C.G. Jung spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Einsatz von Computern zur Berechnung von Horoskopen und zeitlichen Auslösungen hat die Möglichkeiten der Astrologie enorm erweitert und hilft, die Astrologie auf  eine wissenschaftliche Basis zu stellen. Die Erkenntnisse der Grenzbereiche der Physik (Relativitätstheorie, Quantenphysik) entkräften zunehmend die auf klassischer Physik begründeten Einwände gegen die Astrologie. Die heute noch vorherrschende einseitig-materialistische Sicht der Welt führt die Menschheit zunehmend in ökologische und ökonomische  Krisen, wie es gerade in den letzten Jahren zunehmend deutlich wurde. Es ist an der Zeit, durch die Re-Integration der geistig-spirituellen Seite der Wirklichkeit einen großen Schritt in der Weiterentwicklung des menschlichen Bewusstseins zu tun.

 

Helmut Aden